Prof. Petzold erstellte schon 1985 sein Identitätskonzept mit den "fünf Säulen des Supports" von Identität.
Das Wort "identisch" (englisch "identical") bedeutet "ein und derselbe". Kraftfahrzeuge erhalten ein Kennzeichen für ihre Identität, Haustiere eine Nummer, Menschen einen Namen zusätzlich zum Geburtsdatum. Dahinter stehen zwei Grundfragen des Menschen: "Wer bin ich?" und "Wohin und zu wem gehöre ich?"
Die Identität eines Menschen entsteht aus den Bildern, die das Ich einer Person über sich selbst macht, über die eigenen Handlungen und Wahrnehmungen (persönliche Identität), sowie über die in der Kommunikation mit der sozialen Umgebung erfolgende Bestätigung der eigenen Person (soziale Identität). Die Identität entsteht aus den Erfolgen und Misserfolgen eines Menschen, aus der Anerkennung oder Ablehnung seiner Tätigkeit, seiner Ideen, seiner Erzählungen durch andere.

Hilarion Petzold
beschreibt die
Identität als beeinflusst von der eigenen Leiblichkeit und der
sozialen und ökologischen Umwelt. Er findet dafür ein
einprägsames Bild:
Unsere Identität ruht auf fünf
Säulen
(Leiblichkeit, Soziales Netz und Sozialwelt, Arbeit, Leistung und
Freizeit,
Materielle Sicherheiten, Werte).
Prof. Petzold erstellte sein Identitätskonzept schon 1985: "Sich in seinem Lebensganzen verstehen zu können, in jedem Hier-und-Jetzt Gelebtes und Erwartetes zur Verfügung zu haben, ist eine Voraussetzung für ein klares Selbsterleben, eine prägnante Identität." (Petzold 1985, S.96)
Es ist wesentlich
für die
Pflege der Integrität eines Menschen, seine Identität
in
allen Bereichen zu unterstützen, in denen die
Stabilität
der Säulen nicht mehr gegeben ist.
So wichtig eine
gute Identität für die Gesundheit eines Menschen ist,
sie
verändert sich ständig und muss durch eigene
Tätigkeit
und die Mithilfe der Wegbegleiter, der sozialen Umwelt, immer wieder
gefestigt werden.