Integrieren
heisst:
ganz machen,
zum Ganzen vereinen
Das Menschenbild ist fundiert auf den Büchern
"Integrative Therapie" von
Prof. Dr.mult. H. Petzold, der schon 1965 mit
Biografiearbeit
in
einem Altersheim die Bewohner förderte und
darüber publizierte.
Der
Mensch entwickelt sich auf seinem Lebensweg vom kleinen
hilfsbedürftigen Baby zum selbständigen Erwachsenen
und
macht dabei eine gewaltige Veränderung mit. Es ist
erstaunlich,
mit welcher Selbstverständlichkeit wir unser Fotoalbum
kommentieren: "Das bin ich nach der Geburt, das bin ich mit
einem Jahr..." - Es besteht kaum Ähnlichkeit mit dem Bild
des Erwachsenen von heute, und doch sind wir überzeugt,
Derselbe
zu sein wie auf dem Foto. Das Ich nach der Geburt und das Ich
heute fühlen sich identisch, haben die gleiche
Identität.
Wie kann eine stabile Identität von der Geburt weg entstehen? In den ersten zwei Lebensjahren verfügt der Mensch noch nicht über das Episodengedächtnis zum Behalten der Erlebnisse im sozialen Umfeld. Am Ende des zweiten Lebensjahrs setzt das autobiografische Memorieren ein, und die biografisch bedeutsamen Ereignisse werden ständig wiederholt und dadurch eingeprägt. In späteren Jahren verlangt das Kind von den Bezugspersonen zu hören, wie es in den ersten Jahren aussah, was es damals erlebte. "Mutti, wie war das damals mit mir?"
Die Identität erhalten wir nicht von uns selbst, sondern aus der interpersonalen Kommunikation mit unseren "Bezugspersonen". Der Mensch ist ein Wesen, das immer auf die soziale Umwelt bezogen ist, das die Bestätigung durch die soziale Umwelt für die eigene Identität benötigt.